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Wo und wie finde ich Informationen im Internet?

Suchmaschinen

Wichtige Suchmaschinen bzw. Kataloge findet man unter google.de bzw. google.com, fireball.de, lycos.de, altavista.com, metager.de, alltheweb.com, web.de oder yahoo.de

Suchmaschinen bieten weit mehr als die bloße Suche nach einem bestimmten Begriff. So kann man nach einer bestimmten Wortfolge suchen, bestimmte Wörter von der Suche ausschließen oder sogar bestimmte Internetauftritte von der Suche ausblenden. Weiterhin kann man auch nach dem Vorkommen bestimmter Wörter in der URL einer Seite, also in der Adresse einer Seite suchen. Sehr interessant ist auch die Möglichkeit der Bildersuche nach einem bestimmten Produkt, wie Google sie beispielsweise bietet. Eine weitere wichtige Suchmöglichkeit besteht im Auffinden von Links. Wenn ich beispielsweise von meinem Konkurrenten wissen möchte, woher er seine Produkte bezieht, dann kann ich über eine Suchmaschine seinen Lieferanten ausfindig machen, wenn dieser einen Link auf die Seite meines Konkurrenten gesetzt hat.

Wenn sich ein unbekanntes ausländisches Unternehmen vorstellt und mit einem Riesenauftrag droht, dann kann man durch die Anzahl der auf die Internetseite des Unternehmens weisenden Links abschätzen wie groß es ist. Wenn nämlich nur sehr wenige Links vorhanden sind, dann ist äußerste Vorsicht geboten und wahrscheinlich handelt es sich dann doch eher um eine kleine Klitsche.

Sehr interessant ist auch die von Google gebotene Möglichkeit in den Beiträgen von Newsgroups zu suchen. Egal ob es um Fußpilz, Ufos oder den Sinn des Lebens geht. Hier wird man so gut wie immer fündig. Je nach Unternehmen bietet es sich vielleicht an, selber einige Postings zu verfassen, oder die Internetgemeinde nach den eigenen Produkten zu befragen (wenn diese hinreichend bekannt sind).

 

Zeitschriften

Interessante Informationen finden Sie meist auch, wenn Sie die Internetauftritte der für Sie wichtigen Fachzeitschriften besuchen. Wenn die Fachzeitschriften überdies noch ein Archiv mit den zurückliegenden Veröffentlichungen anbieten, dann können Sie leicht herausfinden, was beispielsweise ihre Konkurrenten schon als Fachbeiträge veröffentlicht haben. Auch haben Sie die Möglichkeit gezielt nach Produkten zu suchen. Überdies erhalten Sie hervorragende Anregungen zum Verfassen eigener Pressemitteilungen. Vorbildlich in dieser Hinsicht ist beispielsweise der Konradin-Verlag, der unter www.industrienet.de eine entsprechende Suchmöglichkeit anbietet. Eine gute Übersicht über sehr viele Zeitschriften finden Sie unter www.media-daten.de

 

Branchenverzeichnisse und Marktplätze

Unser Verhältnis zu reinen Online-Branchenverzeichnissen ist etwas zwiespältig, weil es viele kleine, unseriöse Verzeichnisse gibt (Bauernfängerei) und von einigen großen wird man regelrecht abgezockt. Da kann man bei entsprechend vielen Einträgen leicht 5.000 Euro pro Jahr bezahlen.

Einige Branchenverzeichnisse bieten eine bequeme Möglichkeit alle gelisteten Anbieter für ein Produkt zu kontaktieren. Eine kleine Rechnung zeigt, dass dies für die eingetragenen Firmen unwirtschaftlich sein kann. Wenn ein potentieller Kunde 20 Firmen gleichzeitig kontaktiert und zunächst Katalogmaterial verlangt, dann muß 20 mal ein Brief mit Porto, Anschreiben und Katalog abgeschickt werden und schließlich muß zumindest telefonisch nachgefasst werden.

 

Kosten

Einzelfirma

Gesamt

Porto

2 Euro

40 Euro

Katalog + Verpackung

2 Euro

40 Euro

Anschreiben + Verwaltung der Anfrage

10 Euro

200 Euro

Nachfassen

5 Euro

100 Euro

Gesamt

24 Euro

380 Euro

 

Macht also eine Vorabinvestition von ca. 400 Euro für die Unternehmen. Wenn das Auftragsvolumen dann womöglich unter 400 Euro liegt und der Preis wegen der Konkurrenzsituation noch ordentlich gedrückt wurde, dann ist klar, dass dies nicht wirtschaftlich sein kann. Weiterhin bezahlt man als Kunde ggf. indirekt die Provision des Außendienstes sowie die ggf. umfangreichen Werbekampagnen. Um aber dennoch zwei relevante Adressen zu nennen verweisen wir auf europages.com und yellowmap.de.

 

Patente, Marken, Gebrauchsmuster

Leider wird das Wirtschaftsleben in vielen Bereichen immer härter und aus unserer persönlichen Sicht auch unfairer. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass einige Firmen und Anwälte durch Abmahnungen den schnellen Euro machen wollen. Beispielsweise meinen wir bei einer größeren Firma das folgende Verhalten beobachtet zu haben: Die Firma hatte Rechte an, sagen wir beispielsweise, der Marke abovershop und einen Internetauftritt unter abovershop.de. Die Domains abovershops.de, abovershopping.de, abovershop.com, abovershop.ch usw. usw. lies das betreffende Unternehmen offenbar absichtlich frei. Nun kam es immer wieder vor, dass unbedarfte Kleinunternehmer sich eine der attraktiven Domains sicherten. Nach einigen Wochen trat das große Unternehmen in Aktion und mahnte die kleinen Unternehmen kostenpflichtig und mit hohem Streitwert ab, da Verwechselungsgefahr bestand. Nachdem die Domains wieder frei geworden waren begann das Spielchen mit den kostenpflichtigen Abmahnungen von neuem. Um sich die Domains zu sichern und dem Abmahnen ein Ende zu bereiten hätte das Unternehmen sicherlich nicht mehr als 200 Euro ausgeben müssen. Auch kann das Setzen eines Links gefährlich sein, wenn dadurch Markenrechte verletzt werden. Bevor man eine Domain sichert, sollte man also unbedingt eine kostenlose Markenrecherche beim DPMA (www.dpma.de) und für die europäische Gemeinschaftsmarke unter www.oami.eu.int durchführen. Auch bietet es sich an, den eigenen Namen als Marke anzumelden. Das kann man selbst übernehmen und kostet für eine deutsche Marke ca. 300 Euro und für eine europäische Marke ca. 2100 Euro. Zuvor sollte man prüfen, ob eine andere Firma die Marke (oder eine ähnliche) schon hat eintragen lassen oder z. B. als Firmennamen verwendet. Zur Bestimmung des Warenverzeichnisses empfehlen wir, sich an Konkurrenten zu orientieren, die schon eine Marke angemeldet haben. Kostenlose Informationen erhalten sie per EMail oder Telefon beim DPMA und beim HABM (www.aomi.eu.int). Eine informative Homepage finden sie unter www.copat.de und diskutieren können sie unter www.marken-recht.de. Die Anmeldung einer deutschen Marke über einen Patentanwalt kann Mehrkosten von über 500 Euro verursachen. Übrigens kann man den Eindruck gewinnen, dass viele Marken nicht deshalb angemeldet werden, um diese zu benutzen und für das eigene Unternehmen eine erhöhte Rechtssicherheit zu bekommen, sondern viele Marken werden nur deshalb angemeldet, um damit Geschäfte zu machen oder andere Unternehmen kostenpflichtig abzumahnen.

Auch im Bereich der Patente können Sie vom Internet profitieren. Patente können Sie kostenlos beim DPMA recherchieren oder in den USA über www.uspto.gov. Schauen Sie doch einfach einmal nach, was die Konkurrenz angemeldet hat oder von welchen abgelaufenen Patenten Sie sich Anregungen holen können. Wenn Sie selbst ein wichtiges Patent anmelden wollen, dann kommen Sie leider wohl nicht um die Zusammenarbeit mit einem Patentanwalt herum. Und das bedeutet, dass es sehr schnell teuer werden kann. 3000 Euro und mehr für ein „einfaches“ Patent sind da keine Seltenheit. Vor der Zusammenarbeit mit einem Patentanwalt sollten Sie eine kostenlose Übersicht über all seine Gebühren verlangen und zur Not sich immer rückversichern, ob bestimmte Dinge etwas kosten. Gerne werden ein unverbindlicher Plausch zur Zeitüberbrückung oder ein Telefonat in Rechnung gestellt. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass ein Telefonat sogar dann etwas kosten kann, wenn man den Anwalt darauf hinweist, dass er bei der Besprechung wohl nicht gut zugehört habe und eine wichtige Sache falsch dargestellt habe. Oder es wird versichert, dass die Beratung das einzige sei, womit der Patentanwalt sein Geld verdiene. Läßt man sich dann aber eine Rechnung aufschlüsseln, dann stellt sich heraus, dass er auch noch eine Schreibstube, einen Copyshop und ein Faxgeschäft unterhält. Für ein Patent von ca. 15 Seiten wurden uns außer Pauschalen und Schreibkosten zusätzlich noch 230 DM Fax- und Kopierkosten in Rechnung gestellt. Für das Geld hätten wir die Arbeit gerne selbst übernommen. Also vorher ggf. nachfragen, ob das möglich ist. Wir können nur jedem technisch orientierten Studenten empfehlen, Patentanwalt zu werden. Der Beruf hat Zukunft, ist überaus interessant und abwechselungsreich und bietet offenbar hervorragende Verdienst- und Abrechnungsmöglichkeiten. Von einem arbeitslosen Patentanwalt haben wir noch nie etwas gehört.

Ganz wichtig zu wissen ist, dass man auch Patente für Erfindungen bekommt, von denen der Laie der Auffassung ist, dass so etwas „Einfaches“ doch wohl nicht zum Patent angemeldet werden könne. Weiterhin muß man unbedingt wissen, dass man Dinge nur dann zum Patent anmelden kann, wenn man nicht vorveröffentlicht hat. Ganz grob gesagt bedeutet dies, dass man bis zur Patentanmeldung die Sache geheimhalten (natürlich nicht vor dem Patentanwalt) muß. Eine weitere Möglichkeit Sachen zu schützen besteht in der Anmeldung eines Gebrauchsmusters. Dieses kann man auch zusätzlich zum Patent anmelden, was in ganz speziellen Fällen sinnvoll sein kann. Im Gegensatz zum Patent (20 Jahre) bietet es nur 10 Jahre Schutz und wird nicht geprüft. Ob das Gebrauchsmuster etwas taugt stellt sich dann ggf. erst in einem Gerichtsverfahren heraus. Ein Vorteil des Gebrauchsmusters besteht darin, dass man eine Erfindung anmelden kann, wenn diese nicht länger als 6 Monate vor Anmeldung der Fachwelt prinzipiell bekannt sein konnte. Hier hat man also eine gewisse Schonfrist, wenn man es mit der Geheimhaltung nicht so genau genommen hat. Ein Nachteil des Gebrauchsmusters besteht darin, dass man sich im Gegensatz zum Patent keine Verfahren schützen lassen kann. Das einzig Komplizierte beim Patent (Gebrauchsmuster) ist in der Regel die Formulierung der Patentschrift. Wenn man also Geld sparen möchte, dann sollte man den Anwalt beauftragen nur die Patentschrift auszuarbeiten und dann die Anmeldung, die Gebührenzahlungen und die Terminverfolgung selbst zu übernehmen. So kann man die Kosten deutlich senken. Alle notwendigen Unterlagen können Sie sich im PDF-Format beim DPMA downloaden.